Austausch von Feldkennlinien-Thermostaten in PKW-Kühlsystemen

 

Austausch von Zahnantriebsrädern
an Großtrocknungsanlagen

 

Austausch der Armlehnen an
25.000 Bürostühlen

 

Ursache für den Ausfall der Teile unter Feldbedingungen war eine mangelhaft hergestellte, elektrische Klemm­ver­bin­dung, die bei Be­triebs­tem­pe­ra­tur zu einem erhöhten Widerstand führte. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Her­stel­lungs­pro­zess des Teilelieferanten dem Systemhersteller bekannt und im Rah­men eines Audits abgenommen worden war. Des Weiteren wurde fest­ge­stellt, dass die mangelhafte Funktionsfähigkeit mit den vor­ge­ge­be­nen Prüfverfahren auch bei einer 100%-Funktionsprüfung nicht hätte erkannt werden können. Zu­dem hatten die Systemlieferanten sowie der OEM versäumt, vor Start der Se­rien­produktion den Thermostat aus­rei­chend zu erproben.

Obwohl der Hersteller der Zahnräder eine Überlastung der Bauteile für die auftrenden Zahnbrüche ver­ant­wort­lich machte, ergaben die metal­lur­gi­schen Untersuchungen, dass eine mangelhafte Wärme­be­handl­ung der Bauteile die Schäden verursacht hatte. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen konnte fest­ge­stellt werden, dass der Ma­schi­nen­hers­tel­ler beim Hersteller der Zahnräder weder ein Prüfzeugnis zur Güte der Bauteile an­ge­for­dert hatte, noch wurden Wa­ren­ein­gangs­kon­trol­len mittels eines Farb­ein­dring­tests durch­ge­führt. Bei diesem einfachen und preiswerten Test­ver­fahren hätten die Härtungsfehler bereits vor dem Verbau der Zahnräder fest­ge­stellt werden können.

Über einen Zeitraum von 2 Jahren wurden insgesamt 60.000 Arm­leh­nen­paare mit Horizontalverstellung aus­ge­lie­fert und in Bürostühlen verbaut. Etwa 6 Monate nach Beginn der Serien­pro­duk­tion kamen ver­mehrt Reklamationen aus dem Feld, dass sich die Polsterauflage der Armlehnen mit der Zeit ablöste. Im Rahmen der Analyse der Produkt- und Lieferhistorie konnte festgestellt wer­den, dass bei der Entwicklung der Horizontalverschraubung zunächst eine ungesicherte M5-Schraube ver­wen­det wurde. Daraufhin wurde eine mit Gewindekleber gesicherte M6-Schraube verbaut. Erst zu diesem Zeitpunkt führte man die ersten Erprobungen mit Hilfe von Einstufenschwingversuchen durch. Nachdem auch Chargen mit dieser konstruktiven Verbesserung zu Re­kla­ma­tio­nen führten, wurde fest­ge­stellt, dass der Gewindekleber von einzelnen Mitarbeitern in der Fer­ti­gung an der falschen Stelle auf­ge­tra­gen wurde. Im Rahmen der Er­mitt­lun­gen zur Scha­den­höhe wur­den die einzelnen Lie­fer­char­gen den unterschiedlichen Scha­den­ur­sachen zugeordnet und anhand der Char­gen­ken­nun­gen der mehrfache Aus­tausch von mangelhaften Armlehnen identifiziert. Der vom Büro­mö­bel­her­steller angegebene Aufwand pro Austausch der Stuhllehnen sowie die Kostensätze wurden auf Ange­mes­sen­heit und Plausibilität geprüft.